Sahnige Lasagne - vegan

Es gibt Gerichte, die brauchen nicht viele Worte. Diese vegane Lasagne ist so herzhaft, cremig und zart, dass sie allen Kritikern der veganen Küche spottet.

Diesen geschichteten Traum aus Tomaten, Bechamel, Kräutern der Provence, Zucchini, Auberginen und Karotten dürft Ihr Euch nicht entgehen lassen.

Die gebratenen Gemüseblätter sind der Geschmacksbringer und passen fantastisch.

Außerdem benötigt man dadurch weniger Nudelblätter da die Gemüseblätter diese ersetzen.


Die Zubereitung ist denkbar simpel und die Lasagne lässt sich bestens für Gäste vorbereiten.

Auch "Normalesser" werden diese Lasagne lieben.


Die Lasagne schmeckt am nächsten Tag auch noch fantastisch!


Habt viel Spaß mit diesem tollen...->Rezept unter "mehr lesen"

 


für ca. 2-3 Personen

 

Zutaten

für die Tomatensauce

Olivenöl zum Anbraten einiger Zutaten

1 Zwiebeln | ca. 200 Gramm

1 Knoblauchzehe

1/2 kg frische Tomaten oder 1 Glas gestückelte Tomaten | bei vorverarbeiteten, passierten oder gestückelten Tomaten ca. 450 ml (1 Glas)

1 Karotte

1 Scheibe Knollensellerie

3 EL Tomatenmark

1 Schuss Rotwein - kann durch Gemüsebrühe oder Wasser ersetzt werden

1/2 EL Agavendicksaft

1 EL Paprikapulver süß

Salz und Pfeffer

1 Lorbeerblätter

1 EL italienische Kräuter oder frische Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Basilikum und Oregano

60 ml Gemüsebrühe oder Wasser | wenn der Wein weg gelassen wird, etwa 25 ml mehr

Wer mag: viel frisches Basilikum & 1 EL hochwertiges Olivenöl (kalt gepresst)

 

Tipp: Wer vorverarbeitete statt frische Tomaten verwenden möchte, kann den Geschmack der Lasagne noch intensivieren, wenn man pürierte/gestückelte Tomaten verwendet, die bereits mit Kräutern gewürzt sind. Trotzdem empfehle ich auch dann 2-3 frische Tomaten zusätzlich entkernt und klein geschnitten in die Soße zu geben.

 

Für die Bechamelsoße

25 Gramm vegane Butter | ich benutze Alsan

25 Gramm Weizenmehl

ca. 300 ml Hafermilch

Etwas Muskatnuss frisch gerieben | ca. 1/2 gestr. TL

Salz

weißer Pfeffer

 

Käse-Ersatz zum Überbacken

3-4 EL Mandelmus

100-125 ml Hafermilch

Salz

2 EL Hefeflocken

1-2 TL Kräuter der Provence

 

Außerdem

Lasagneblätter aus Hartweizengrieß

1 große Zucchini

1 kleine Aubergine

1 dicke Karotte

1 Knoblauchzehe

Salz

Pfeffer

Und natürlich wird eine Auflaufform benötigt.

 

Zubereitung

Die Herstellung der Lasagne ist denkbar einfach. Zuerst werden die verschiedenen Soßen für die einzelnen Lasagne-Schichten in Ruhe vorbereitet. Diese kann man ruhig morgens zubereiten wenn man die Lasagne abends servieren möchte.

Nur der Käse-Ersatz wird ganz zum Schluss angerührt und sofort frisch über die Lasagne gestrichen, bevor diese in den Ofen kommt.

 

Tipp: Ich habe die Tomatensauce bereits auf Vorrat in Gläser eingekocht. Das mache ich immer in der Tomatenzeit wenn die Nachbarn uns kiloweise mit Tomaten versorgen. Man kann die Sauce für alle möglichen Rezepte hernehmen. Durch das spätere Nachwürzen schmeckt sie dann immer passend für das entsprechende Gericht.

 

Beginnen wir jetzt mit der Tomatensoße. Dafür wasche ich etwa 1/2 kg Tomaten. Jede Tomate wird geachtelt und in feine Würfel geschnitten. Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein Würfeln. Die Karotte waschen, ein Stück Knollensellerie abschneiden und entrinden. Beides in ganz feine Würfel schneiden. Gemüsebrühe bereit stellen.

2 EL Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel- und Knoblauchstücke darin anschwitzen. Sellerie- und Karottenwürfelchen mit 3 EL Tomatenmark hinzu geben und alles kurz anbraten. Mit einem großen Schuss Rotwein oder etwas Brühe ablöschen. Flüssigkeit kurz reduzieren lassen und alles mit 1 EL Agavendicksaft eine Minute karamellisieren lassen. Tomatenstücke hinzu geben, gut umrühren und aufkochen lassen. Anschließend die Hitze reduzieren. Die Tomatensoße mit Paprikapulver, italienischen Kräutern, Salz und Pfeffer würzen. 1 Lorbeerblätter und etwas Gemüsebrühe hinzu geben und die Soße ca. 10 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Nach etwa 15 Minuten Kochzeit das Lorbeerblatt entfernen und die Soße mit einem Schneidstab kurz pürieren. Eine Hand voll frischen Basilikum grob zerkleinern und in die Soße geben. 1EL hochwertiges Olivenöl unterrühren.

 

Dann bereite ich die Gemüse-Schichten vor. Aubergine, Karotte und Zucchini dafür waschen, die Enden abschneiden und längst in etwa 2 mm dünne Streifen schneiden.

(Ich habe mir einen Original BÖRNER Power-Line V5 Gemüsehobel angeschafft. Mit dem kann man Zuchhini und Co. wunderbar in Lasagneblätter schneiden).

Die Auberginenstreifen auf ein Küchenpapier legen und leicht mit Salz bestreuen.

10 Minuten liegen lassen (die Auberginen ziehen Wasser und verlieren dadurch die Bitterstoffe). Das gezogene Wasser abtupfen.

Eine kleine Knoblauchzehe abziehen und fein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen. Zucchinistreifen, Auberginenstreifen und Karottenstreifen nach und nach darin von jeder Seite ca. 2 Minuten anbraten. Bei Bedarf immer wieder ein wenig Öl zugeben. Die Gemüsestreifen auf einen Teller plazieren. Zum Schluss Knoblauch anbraten und über die Streifen geben. Abkühlen lassen.

 

Tipp: Bei der nachfolgenden Zubereitung der Bechamelsoße ist Eines ganz wichtig: Rühren, rühren, rühren! Bitte benutzt dafür einen Schneebesen.

 

25 Gramm vegane Butter in einem Topf erhitzen und schmelzen lassen.

Mehl, Hafermilch und Gewürze bereit stellen. Unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen 25 Gramm Weizenmehl in die heiße Butter einrieseln lassen. Das Ganze verklumpt sofort, aber die Hitze vom Herd noch nicht reduzieren, sondern unmittelbar danach beginnen, die Hafermilch nach und nach zuzuschütten. Dabei immer weiter rühren.

Immer wenn die Soße andickt, weitere Milch zugießen und einrühren.

Zum Schluss Herd abschalten und zügig Hefeflocken, etwas Salz, weißen Peffer sowie frisch geriebene Muskatnuss einrühren.

Es sollte eine cremige Bechamel entstanden sein.

 

Jetzt geht es ans Einschichten der Lasagne in die Form. Mit einem Schöpfer Tomatensoße beginnen. Dann eine Nudelschicht gefolgt von einer Schicht Tomatensoße und einer Schicht Gemüse dann eine Schicht Bechamelsoße in die Form geben. Wieder eine Nudelschicht einsetzen. Dann Tomatensoße darauf geben und Gemüse einschichten. Bechamel über das Gemüse verteilen und wieder eine Nudelschicht oder Gemüseschicht darauf geben. Nun je nach vorhandener Soßenmenge entweder mit Tomatensoße und Bechamel abschließen oder nochmals eine Gemüseschicht oder Nudelschicht einziehen und oben drauf final die Tomatensoße geben.

(Aber die Anzahl der Schichten ist natürlich von der Größe der Lasagne-Form abhängig und die Reihenfolge könnt ihr auch verändern).

 

Tipp: Ich gebe immer mehr Gemüseschichen als Nudelschichten in die Lasagne hinein. Ich habe meist so viel Gemüse es nahrhafter mehr Gemüse zu verwenden als Nudeln. Es schmeckt wirklich ausgezeichnet!

 

Nun fehlt nur noch der Käse-Ersatz.

In einem Topf 3-4 EL Mandelmus unter Rühren erhitzen. 2 EL Hefeflocken dazu geben und Hafermilch nach und nach einrühren.

Das Ganze mit etwas Salz und italienischen Kräutern würzen.

Käseersatz zum Abschluss auf die Lasagne streichen. Lasagne für etwa 50 Minuten in den 180 Grad heißen Ofen geben.

Die Backzeit der Lasagne kann von Ofen zu Ofen stark variieren.

 

Ich mache immer den Messertest und steche in die Lasagne hinein. Man merkt sofort wenn die Nudeln noch zu fest sind.

Aber aufpassen, sie sollen natürlich auch nicht matschig werden! :-)

 

Der Käseersatz oben auf sollte schön goldbraun, jedoch nicht verbrannt sein.

Wenn ihr das Gefühl habt er wird zu dunkel und die Lasagne ist noch nicht durch, legt Alufolie über die Lasagne.

 

Wer mag kann zum Abschluss noch Pinienkerne anrösten und die Lasagne damit bestreuen (muss aber nicht sein).

 

Tipp: Wenn ihr nicht möchtet, dass die Sauce beim Schneiden der Lasagne hinausläuft, lasst sie einfach noch 10 Minuten stehen. Dann ist sie noch immer heiß genug und bleibt schön kompakt.


Ich wünsche euch eine genussvolle Zeit mit diesem Gericht!